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Schulen des Landkreises starten ins Gigabit-Zeitalter

Der didaktische Handwerkskoffer der Lehrkräfte an Schulen wird in Zeiten der Digitalisierung immer größer und mächtiger: Hausaufgaben können den Schülern über das Internet gestellt werden, in der Biologiestunde zeigen interaktive 3D-Modelle den menschlichen Blutkreislauf an digitalen Tafeln und im Chemieunterricht sorgen aufwendige Videos mit Experimenten für Staunen.
Möglichkeiten dieser Art nagen selbstverständlich an der verfügbaren Bandbreite des Internetanschlusses. Up- und Downloadkapazitäten sind aber in der Regel ein knappes Gut. Sie werden nicht nur für das schulweite WLAN und immer „digitalere“ Klassenzimmer benötigt, sondern auch die Telefonie und der Datenverkehr der Schulverwaltung selbst müssen reibungslos funktionieren. Kupferbasierte Anschlussformen sind inzwischen technisch weitgehend ausgereizt und daher stehen schnelle Glasfaseranschlüsse ganz oben auf den Wunschlisten der Verantwortlichen an Schulen.    

Allerdings sind Tiefbaumaßnahmen zur Herstellung eines Breitbandanschlusses sehr kostspielig. Das Programm des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat zur Förderung von Glasfaseranschlüssen an Schulen kam daher wie gerufen.     
Der Landkreis Bad Kissingen hatte nach Erhalt des Förderbescheides an allen elf Schulen die Umsetzung entsprechender Anschlüsse bei den jeweiligen Anbietern beauftragt. Pro Schule wird der Ausbau mit Glasfaseranschlüssen mit je 50.000 Euro gefördert. Die nicht förderfähigen Saaletal-Schulen in Bad Kissingen und Hammelburg wurden ebenfalls mit in die Maßnahmen aufgenommen. Hier tragen die Sachaufwandsträger die Kosten voll.         

Für den Schulstandort Hammelburg fiel der Vergabezuschlag auf die Stadtwerke Hammelburg, die sich sofort nach einem Klärungsgespräch Mitte Oktober 2019 an die Umsetzung begaben. So konnten bereits im Januar dieses Jahres im Rekordtempo die neuen Breitbandanschlüsse an Gymnasium, Real- und Förderschule in Betrieb genommen werden.     
“Den Schülerinnen und Schülern die bestmögliche Ausbildung zu bieten, ist uns sehr wichtig. Der Landkreis als Bildungsregion will den hohen Bildungsstandard halten und weiter ausbauen. Wenn wir so weitermachen, werden wir es hoffentlich schaffen, auch als ‚Digitale Bildungsregion‘ ausgezeichnet zu werden, was nicht nur einen Titel, sondern vielmehr eine hohe Qualität bedeutet und schlussendlich der Bevölkerung zugutekommt“, so Landrat Thomas Bold.
In den vergangenen beiden Jahren hatte der Landkreis aus eigenen Mitteln die weiteren Bausteine für eine leistungsfähige Infrastruktur beschafft und installiert. Dazu gehören unter anderem neue Firewalls, schnellere Netzkomponenten und 51 WLAN-Accesspoints in den drei Schulen am Standort.     
Die Umsetzung dieser Arbeiten wurde vonseiten der zuständigen Mitarbeiter des Landkreises, Sebastian Strietzel und Daniel Wehner intensiv betreut. Sie sind für die Schul-IT zuständig und tragen maßgeblich zur fortschreitenden Digitalisierung in den Schulen bei.

Die Kombination aus verbesserter IT-Infrastruktur und schnellem Internetanschluss bilden die optimale Ausgangslage zur Digitalisierung der Klassenzimmer. Hier laufen schon die Arbeiten an den entsprechenden Projekten. So werden im Laufe des Jahres allein für den Schulstandort Hammelburg neben weiterem Equipment beispielsweise 178 Tablets mit Hilfe aktueller Förderprogramme beschafft.

17022020 - Glasfaser an Hammelburger Schulen  - Lena Pfister (41)

Landrat Bold beim Besuch im Frobenius-Gymnasium Hammelburg im Informatikunterricht einer neunten Klasse. V.l., hinten: Landrat Thomas Bold, stv. Schulleiterin Silke Heid; vorne: Jule Hannawacker, Moritz Inderwies, Marius Volpert, Kilian Warmuth (Bildquelle: Lena Pfister/ Landratsamt Bad Kissingen)

 

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