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Zum Friedenslauf in den Partnerlandkreis Tamar in Israel

„Man darf sich von negativen Nachrichten nicht abschrecken lassen, sondern sollte es wagen und eines der besten Abenteuer seines Lebens erleben!“, findet eine Teilnehmerin im Rückblick. Sie hat an der Reise in den Partnerlandkreis Tamar am Toten Meer in Israel teilgenommen, die schon zum 15. Mal stattfand. Vorbereitet und durchgeführt wurde sie, im Auftrag des Landkreises, von Edwin Metzler. Schon wenige Tage, nachdem das Angebot in der Presse und den Sozialen Medien bekannt gemacht wurde, meldeten sich viele interessierte Teilnehmer. Die Nachfrage war groß; wahrscheinlich haben sich die Begegnungsfahrten in den Partnerlandkreis inzwischen als Geheimtipp herumgesprochen.

Am 4. Februar ging es schließlich los – eine Gruppe von 33 Personen flog nach Israel. Dort angekommen war der erste Stopp in Jerusalem, wo noch am Abend das „neue“ Jerusalem erkundet wurde – ein Stadtteil mit vielen Cafés und kleinen Bars. Der nächste Tag war der Altstadt gewidmet. Weil der Andrang an der Grabeskirche durch die vielen Pilgergruppen immer sehr groß ist, wurde der Besuch schon am frühen Morgen um 6 Uhr eingeplant. Nach dem anschließendem Frühstück genoss man einen herrlichen Blick vom Ölberg auf die Stadt mit ihren Mauern und Kirchen und besonders auf den Tempelberg mit seinem Felsendom.
Die Gruppe in Jerusalem
Die Reisegruppe in Jerusalem

In den nächsten vier Tagen war die Reisegruppe im Kibbutz Hotel in En Gedi im Partnerlandkreis Tamar untergebracht. In der herrlichen Lage des Kibbutz En Gedi, 300 Meter unter dem Meeresspiegel, konnte die Gruppe die folgenden Tage genießen. Was aber nicht bedeutet, dass sie sich ausruhen und entspannt in der Sonne dösen konnten. Action stand auf dem Programm! Gleich nach der Ankunft ging es über die En-Gedi-Quelle, die auf Meereshöhe liegt, zu „Nahal David“. Dieses Tal ist nach König David benannt. Mitten in einer Wüstenlandschaft befinden sich mehrere Quellen, die als Wasserfälle aus dem trockenen Felsen entspringen und nach etwa zwei Kilometern wieder im Boden versiegen – ein beeindruckender Anblick, für den sich der Fußmarsch eindeutig lohnt!    

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen des „Dead Sea Marathons“ und des Friedenslaufs. Zu diesen Laufevents reisen Läuferinnen und Läufer aus aller Herren Länder an, um gemeinsam ein sportliches Zeichen für den Frieden zu setzen. Die 18 gemeldeten Läufer aus dem Landkreis Bad Kissingen waren daher ziemlich gespannt auf das, was sie erwarten würde. Schon am frühen Morgen wurden die Laufschuhe geschnürt, denn um sechs Uhr gingen die Marathon- und Halbmarathonläufer auf der Strecke. Die 10-Kilometer-Läufer gingen um 8 Uhr an den Start. Und schon alleine das war ein Erlebnis: Unter rhythmischen Klängen wurden die Sportler auf den Lauf vorbereitet und motiviert. Die Strecke führte auf einen aufgeschütteten Damm, direkt auf das Tote Meer hinaus, ein gigantisches Erlebnis - links und rechts der Laufstrecke Wasser mit Salzkristallen, herrlich anzuschauen und beeindruckend. „Es war einfach nur toll bei so einer Kulisse und den perfekten Temperaturen zu laufen und tatsächlich habe ich mich sogar dort mit einem netten Israeli unterhalten, der mich angespornt hat immer weiter zu rennen“, so einer der Läuferinnen.
Stolze Teilnehmer nach dem Friedenslauf
Stolze Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem Friedenslauf

Am nächsten Tag folgte eine Wüstentour mit Jeep in die Negev- und die Judäische Wüste. Die abenteuerliche Fahrt mit großartigen Ausblicken auf die Wüste und das Tote Meer faszinierte alle. Am letzten Tag stand eine Tour durch den Landkreis Tamar auf dem Programm. Die Reisegruppe startete mit der Besichtigung der Herodesfestung Masada. Weiter ging es in den Moshav Neot Hakikar, im südlichen Teil des Partnerlandkreises. Dort sahen sich die Bad Kissinger Landkreisbürger die landwirtschaftlichen Anlagen an und staunten. Denn was dort, am Rande der Arava-Wüste wächst - herrliche Datteln, Paprika und Honigmelonen – ist bemerkenswert. Am interessantesten waren jedoch die Versuchsanlagen, in denen getestet wird, welche Boden-Art und Wassermenge die Pflanzen benötigen, um reichlich Ertrag zu liefern. Den Abschluss bildete ein Besuch im Partner-Landratsamt. Der neue Landrat, Nir Wanger, empfing die Gruppe herzlich und berichtete über den Landkreis und seine Aktivitäten.

Am folgenden Tag ging die Reise weiter nach Tel Aviv und Jaffo, dem leider schon letzten Teil der Tour. Zu allererst wurde an der Holocaust-Gedächtnisstätte Yad Vashem ein Stopp eingelegt. Die Stunden vor Ort hinterließen bei allen einen bleibenden Eindruck. Auf der Weiterfahrt sah man daher einige nachdenkliche Gesichter. Den Abend ließ die Reisegruppe bei einem Essen in einem arabischen Lokal und einem Spaziergang am Meer ruhig ausklingen. Der nächste Tag startete mit einer Führung durch die alte arabische Stadt Jaffo. Danach ging es zum „Carmel Market“ nach Tel Aviv. Anschließend hatte jeder die Gelegenheit, die restliche Zeit nach Lust und Laune zu verbringen. Einige gingen in die Stadt, um sich den für Tel Aviv bekannten Bauhaus-Stil anzuschauen oder um durch den Kunstmarkt zu schlendern. Andere gingen an den Strand um dort mit Wein, Käse, Weißbrot und Erdbeeren die Tage ausklingen zu lassen.     
Danach stand auch schon der Rückflug an. Zurück im Landkreis Bad Kissingen war sich die Gruppe einig: Es war eine unvergessliche Woche, an die sich alle gerne zurückerinnern

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