SOS – Wichtige Infos aus der Dose

Eine Dame hat den Notruf gewählt. Herr Müller, ihr Nachbar, sei im Gang des Mietshauses zusammengebrochen, sagt sie mit zitternder Stimme. Er sei um die 80 und lebe alleine, berichtet sie, die Angehörigen kämen zwar häufig vorbei, seien aber gerade im Skiurlaub.
Notarzt und Krankenwagen rücken an und kümmern sich um Herrn Müller. Er ist schwach und verliert immer wieder das Bewusstsein. Was Arzt und Hilfskräfte jetzt brauchen: Infos zu (Vor-) Erkrankungen, Unverträglichkeiten, Medikamenten, Erreichbar-keiten von Angehörigen. Nur woher sollen die Rettungskräfte diese Infos bekommen und falls es sie irgendwo in der Wohnung gibt: Wo und wie können sie diese Angaben finden?
Doch Herr Müller hat vorgesorgt: Am Türrahmen entdecken die Sanitäter einen kleinen roten Aufkleber. „Rettung aus der Dose – SOS – Ich mach mit!“, steht in weißer Schrift darauf. Dieser Sticker bedeutet, dass Herr Müller eine SOS-Rettungsdose besitzt. Diese wird immer an derselben Stelle aufbewahrt – im Kühlschrank. Der ist in jeder Wohnung leicht zu finden; eine lange Suche nach Notizen oder anderen Unterlagen bleibt daher erspart.

In der SOS-Dose befindet sich ein Zettel mit den wichtigsten persönlichen und medizinischen Infos zu dem Patienten. Das verschafft den Rettungskräften mehr Zeit für die richtige Behandlung des Patienten, was lebenswichtig sein kann.
Herr Müller hat hohen Blutdruck und nimmt unter anderem Blutverdünner ein, erfahren die Sanitäter. Da er gestürzt ist und eventuell innere Blutungen hat, ist dieses Wissen sehr wichtig für die Erstversorgung und die darauffolgenden Behandlung im Krankenhaus.
Drei Wochen später ist Herr Müller wieder zu Hause. Seiner Nachbarin hat er einen Blumenstrauß und eine SOS-Rettungsdose geschenkt – für den Fall, dass auch sie einmal Hilfe benötigt.


Notfalldose 3     Notfalldose 2

Gehen Sie es an!   
Herr Müller ist kein Einzelfall. Jeder – egal wie alt oder wie gesund – kann durch einen Unfall oder eine unvorhergesehen Erkrankung in eine Situation gelangen, in der er den Rettungskräften nicht mitteilen kann, was bei einer Behandlung in jedem Falle zu beachten wäre.
Darum hat das Projektmanagement „Demographie“ des Landkreises Bad Kissingen den Allianzmanagements der Kommunalen Allianzen im Landkreis Bad Kissingen kürzlich die SOS-Rettungsdose als ein offenes Angebot an Gemeinde- und Stadträte sowie Bürgermeister vorgestellt.
Diese können vor Ort entscheiden, ob und wie (beispielsweise mit Unterstützung von Kooperationspartnern) sie die SOS-Rettungsdose bereitstellen möchten.

Einige Gemeinden haben sich schon bereit erklärt, ihren Bürgerinnen und Bürgern die SOS-Rettungsdosen zur Verfügung stellen zu wollen. Mit dabei sind beispielsweise einige Kommunen der Bad Brückenauer Rhönallianz und die Gemeinde Maßbach in Kooperation mit der VR-Bank.

Fragen zur SOS-Notfalldose beantwortet Antje Rink vom Projektmanagement „Demographie“ des Landkreises Bad Kissingen (0971/801 52 01).

Hier kann man die SOS-Rettungsdose bestellen: http://www.rettungsdose-shop.de/

Notfalldose 1

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