Einweihung des Landschaftssees in Thundorf

„Es ist großartig, dass Kommune, Anwohner und unsere Untere Naturschutzbehörde bei der Entstehung des Sees so toll zusammen gearbeitet haben. Wir haben dadurch eine Win-win-Situtation geschaffen: Wir sorgen für die Gewässerreinheit, geben einer bedrohten Tierart eine Möglichkeit, sich zu vermehren und sind im Falle eines Brandes gewappnet“, erklärte Landrat Thomas Bold und dankte allen Beteiligten für ihr Engagement.

Mit der Schaffung des Landschaftssees konnten also mehrere Zwecke erfüllt werden: Naturschutzfachliche und wasserwirtschaftliche Belange sowie eine gesicherte Löschwasserversorgung für das Gewerbegebiet der Gemeinde Thundorf.     
Der Landschaftssee erstreckt sich über ein Privatgrundstück und zwei gemeindeeigene Grundstücke. Er hat eine Fläche von ca. 3.000 m², ist an der tiefsten Stelle ca. 3,50 m tief und beinhaltet ca. 1.500 m³ Wasser. Gespeist wird er durch Hangschicht- und Grundwasser.
Die Untere Naturschutzbehörde bedankt sich ausdrücklich für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Gemeinde, den Grundstückseigentümern und der ausführenden Firma.


Wie der Landschaftssee entstand
Die Gemeinde Thundorf hat im Jahr 2015 Maßnahmen zur Renaturierung des Ransbaches geplant, die bis zum Jahr 2019 umgesetzt werden sollten. Damit sorgt die Gemeinde Thundorf in vorbildlicher Weise für eine bessere Gewässergüte des Ransbaches. Ergänzend zur Rekultivierung des Ransbaches bot sich die Gelegenheit, einen Landschaftssee zu errichten.
Nach der Ausschreibung erhielt die Fa. Wohlfahrt (Poppenlauer) den Auftrag für die Errichtung des Landschaftssees. Die Baggerarbeiten starteten im Oktober 2016 und wurden vor Wintereinbruch abgeschlossen. Der Mutterboden wurde von Landwirten abgenommen und zur Bodenverbesserung auf Äckern ausgebracht. Der landwirtschaftliche, nicht nutzbare Aushub, wurde zur teilweisen Rekultivierung der gemeindeeigenen Deponie verwendet. Dieses Rekultivierungsmaterial ist hierfür besonders gut geeignet, weil es sehr wasserundurchlässig ist und dadurch kein Sickerwasser in den Deponiekörper eintreten kann.

Während der Bauarbeiten fragte die Gemeinde Thundorf bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises an, ob der See auch als Löschwasserbecken für das benachbarte Gewerbegebiet genutzt werden könne. Nach Rücksprache mit dem Kreisbrandinspektor wurde vereinbart, dass eine Wasserentnahmestelle installiert wird. So kann die Löschwasserversorgung für das Gewerbegebiet sichergestellt werden.


Edelkrebse besiedeln das Gewässer
Gleichzeitig wurde die Idee geboren, die vom Aussterben bedrohten Edelkrebse im Landschaftssee anzusiedeln. Nach Rücksprache mit Tierarzt Dr. Helmut Fischer, der auf diesem Gebiet ein Spezialist ist und in eigenen Teichen selbst schon Krebse angesiedelt hat, ist der Landschaftssee hierfür geradezu prädestiniert.
Im Rahmen der Einweihung wurden deshalb 500 einjährige Edelkrebse ausgesetzt, die sich vermehren sollen.

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Landrat Thomas Bold und Dr. Helmut Fischer setzen die Edelkrebse aus.

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