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KompetenzNetzwerk Demenz nimmt seine Arbeit auf

Eine, die sich noch dazu nicht verbessert sondern mit der Zeit verschlechtert. Hier Abhilfe zu schaffen und Menschen mit Demenz zu verstehen, angemessen mit ihnen umzugehen und ihren Angehörigen umfassende Unterstützung anzubieten – dafür haben sich im Landkreis Bad Kissingen Akteure aus Gesundheit, Pflege und Gemeindevertreter zum KompetenzNetzwerk Demenz zusammengeschlossen. Bei ihrem zweiten Treffen gestern (Dienstag, 21.06.2016) in der Georgi-Kurhalle in Bad Brückenau sind die Akteure des Netzwerkes in die Arbeitsphase eingetreten.

Treffen KompetenzNetzwerk Demenz 1

Zum einen haben sich von den rund 40 Anwesenden knapp 30 Akteure auf eine Kooperationsvereinbarung geeinigt. Zum anderen wurden vier Arbeitsteams gebildet. Diese bestehen aus acht bis zwölf Akteuren, die in den kommenden Monaten zum Beispiel daran arbeiten, Veranstaltungen für die Öffentlichkeit sowie für Fachkräfte zu planen und zu organisieren. Ein anderes Team möchte eine Übersicht über die vorhandenen Angebote für Demenzkranke und deren Angehörige erarbeiten und gegebenenfalls Versorgungslücken aufdecken, damit diese schließlich geschlossen werden können. Die Öffentlichkeitsarbeit des Netzwerkes ist ebenso ein Arbeitsschwerpunkt, wie das Überleitungsmanagement zwischen häuslichem, ambulantem und stationärem Bereich.

In all diesen Aufgabenbereichen wird nun gearbeitet. Alle Teams haben sich zu separaten Arbeitssitzungen im September verabredet. Das nächste große Netzwerktreffen findet anschließend im November statt.

Treffen KompetenzNetzwerk Demenz 2

Foto (v.l.n.r.): Nadine Köhler (Demenzbeauftragte und Intensivkrankenschwester), Monika Dürr (Fachstelle für Pflegende Angehörige Münnerstadt), Monika Geis (Koordinationsstelle mehrLEBEN, BRK Bad Kissingen)

 

Hintergrundinfo:
Die Zahl der Menschen, die an einer Form der Demenz erkranken, steigt stetig an. Dem Gesundheits-report 03/2014 des Bayerischen Amtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit zufolge leben im Freistaat derzeit rund 220.000 Menschen mit Demenz. Etwa 70 Prozent davon sind Frauen. Dem Report nach ist in Bayern bis zum Jahr 2020 mit einem Anstieg der Zahl der Menschen mit Demenz um rund 20 Prozent auf circa 270.000 zu rechnen, wenn das Erkrankungsrisiko auf dem bisherigen Niveau bleibt. Bis 2032 würde sich in diesem Fall ihre Zahl sogar um mehr als 50 Prozent auf rund 340.000 erhöhen. Deutschlandweit rechnen die Experten bis 2050 mit jährlich 340.000 neuen Erkrankungsfällen.
Schon heute haben Demenzerkrankungen große Auswirkungen auf Betroffene, pflegende Angehörige und Pflegekräfte sowie Ärzte, Therapeuten und andere Akteure der Gesundheits- und Pflegewirtschaft im Landkreis Bad Kissingen. Nur durch ein gemeinsames Agieren aller in diesem Bereich tätigen Fachleute und Engagierten kann dieser Tatsache erfolgreich begegnet werden.

 

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