„Demenz - annehmen und verstehen“

„Einen Menschen mit Demenz alleine versorgen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Das werden Sie nicht schaffen.“ Mit diesen Worten berührte die Autorin und Journalistin, Margot Unbescheid, in Bad Bocklet mehr als 60 interessierte Besucher, die der Einladung des KompetenzNetzwerks Demenz zum kostenfreien Vortrag vor wenigen Tagen gefolgt waren. Nun bietet das Netzwerk am Mittwoch, den 17.10.2018, um 18.30 Uhr in der Markthalle in Hammelburg einen weiteren Informationsabend für Angehörige, Betroffene und Interessierte an. Die Referentin ist diesmal Monika Dürr von der Fachstelle für pflegende Angehörige in Münnerstadt.

Ziel ist es, die Scham in Bezug auf die Krankheit zu senken und damit auch Hemmungen abzubauen, andere um Hilfe und Unterstützung zu bitten. Aber was tun, wenn ein geliebter Mensch an einer Form der Demenz erkrankt? Häufig ist es die Alzheimerkrankheit. Der oder die Betroffene verändert sich, merkt, da stimmt etwas nicht und möchte es gern überspielen. Die Angehörigen reagieren zunächst unerfahren und ängstlich. Sie versuchen zu verstehen und können doch die veränderte Wirklichkeit des erkrankten Menschen nicht erkennen. Am Ende droht die Überforderung – körperlich und seelisch - weil viele Angehörige versuchen Betreuung und Pflege möglichst allein zu regeln.

Damit Angehörige und Betroffene eine bessere Vorstellung von dem erhalten, was diese Krankheit für beide Seiten bewirkt und wie man möglichst positiv damit umgehen kann, hat das KompetenzNetzwerk Demenz eine Vortragsreihe vor Ort aufgelegt. Angehörige und Betroffene erhalten wohnortnah Informationen darüber, was die Krankheit für den betroffenen Menschen selbst als auch seine pflegenden Angehörigen bedeutet, was das für das Leben zuhause heißt und inwiefern „Verstehen“ und „Annehmen“ möglichen Konflikten im Umgang miteinander vorbeugen können.

Der Vortrag richtet sich sowohl an Laien als auch an Profis. Denn wenn einen das Gefühl der Frustration früher oder später überwältigt, ist es oft hilfreich, sich noch einmal die Ursachen vor Augen zu führen, den Krankheitsstand zu verstehen und den Menschen gegenüber in seiner Wirklichkeit anzunehmen, d.h. die Welt durch seine oder ihre Augen zu sehen.

Veranstaltungsplakat
 

Hintergrund:
In dem Bestreben einer besseren Versorgung von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen arbeiten im KompetenzNetzwerk Demenz Ärzte, Pflegeeinrichtungen, Kliniken, ambulante Dienste, Sozialstationen und Wohlfahrtsverbände sowie Vereine, Pfarreien und die Seniorenbeauftragten der Kommunen zusammen. Ziel ist es, ein stabiles und funktionierendes Netzwerk zu etablieren, in dem Akteure die Gelegenheit zum Fach- und Erfahrungsaustausch, zum Wissenszuwachs sowie zur gegenseitigen Wertschätzung ihrer Arbeit haben. In diesem Rahmen ist auch ein Demenzwegweiser sowie eine Veranstaltungsreihe für die Öffentlichkeit entstanden.
Träger ist der Landkreis Bad Kissingen.

Kontakt:
Antje Rink, 0971/801-5201, antje.rink@landkreis-badkissingen.deexterner Link
https://www.facebook.com/Demenznetzwerk/externer Link
www.zukunft-landkreis-badkissingen.deexterner Link


Weiterer Termin:

  • Maßbach, 14.11.2018, 18.30 Uhr, Pfarrscheune
    Referent: Matthias Matlachowski, Deutsche Alzheimer Gesellschaft

Gefördert vom Bundesministerium für Familie Senioren Frauen und Jugend

 

zurück
Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Seiten und Services erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr InfosOK