Pflegekinderwesen

Wir freuen uns über alle Anfragen von Familien/Personen, welche sich vorstellen können, als Pflegefamilie Kindern ein vorübergehendes oder dauerhaftes Zuhause zu geben. 

Sofern Sie sich über die Tätigkeiten einer  Vollzeit-, Wochen- bzw. Bereitschaftspflegefamilie näher informieren bzw. sich hierfür bewerben möchten, stehen Ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung:

Tagespflege: Frau Gerst

Vollzeitpflege: Frau Gerst, Frau Schneider-Körber und Frau Bode (Kontaktdaten siehe jeweils rechts).

Bitte beachten Sie, dass die MitarbeiterInnen häufig im Außendienst sind und wir Ihnen deshalb vor einem Besuch eine Terminabsprache empfehlen. Gerne können Sie Ihre Kontaktdaten auf den Anrufbeantwortern hinterlassen und die MitarbeiterInnen rufen zurück.


Vollzeitpflege / Wochenpflege
Wenn Eltern trotz fachlicher Unterstützung nicht in der Lage sind, eine dem Wohl des Kindes oder Jugendlichen entsprechende Erziehung selbst zu gewährleisten und die Hilfe für die Entwicklung des jungen Menschen erforderlich und geeignet ist, haben die Personensorgeberechtigten Anspruch auf Hilfe zur Erziehung.

Vollzeitpflege wird als „Familienpflege“ verstanden und zur Erfüllung o.g. Rechtsanspruchs als Erziehungshilfe geleistet. Aus der Wortwahl -Familienpflege- folgt, dass sie durch Familien auf privater Ebene geleistet wird. Eine Familie versorgt und betreut für eine andere Familie deren Kinder. Sie unterscheidet sich dabei von den anderen Jugendhilfearten dadurch, dass sie vorwiegend nicht durch professionelle pädagogische Mitarbeiter erbracht wird.

Mit dem Wechsel von der Herkunftsfamilie in die Pflegefamilie wird unter anderem auch ein bedeutsamer Wechsel der Lebenswelten vollzogen. Dabei ist es eine der wichtigsten Aufgaben, dem Kind oder Jugendlichen durch ein Zusammenwirken beider Familien zumindest ein Stück seiner bisherigen Lebenswelt zu erhalten.

Hinter dem Begriff „Vollzeitpflege“ verbirgt sich eine Vielfalt unterschiedlicher Hilfearrangements, die von der kurzfristigen Aufnahme bis hin zur langfristigen Lebensperspektive für das Kind reichen können.

Je nach Alter des Kindes erhalten Pflegeeltern für die Betreuung in Vollzeitpflege ein monatliches Pflegegeld. Bei der Wochenpflege reduzieren sich die Pflegesätze anteilig.
 

Bereitschaftspflege
Es kommt immer wieder vor, dass Kinder kurzfristig aufgrund unterschiedlichster Umstände bei sog. „Bereitschaftspflegefamilien“ vorübergehend in Pflege gegeben werden. Die Inpflegegabe erfolgt durch das Jugendamt in Absprache mit der Bereitschaftspflegefamilie meist kurzfristig und beträgt im Regelfall nicht mehr als 4 Wochen. Während des Aufenthalts in der Bereitschaftspflegefamilie befindet das Jugendamt in Zusammenarbeit mit den sorgeberechtigten Elternteilen und den sonstigen beteiligten Stellen über etwaige weiterführende Jugendhilfemaßnahmen bzw. eine Rückkehr in die Herkunftsfamilie.

Die „Eilbedürftigkeit“ dieser Inpflegegabe erfordert von der Bereitschaftspflegefamilie ein hohes Maß an Flexibilität und Engagement. Das Jugendamt gewährt deshalb anerkannten Bereitschaftspflegestellen ab Hilfebeginn für einen begrenzten Zeitraum als Entschädigung für Unterhalt und erhöhten Erziehungsaufwand ein Bereitschaftspflegegeld. Im Anschluss gilt die Pflegepausche für die reguläre Vollzeitpflege.

 

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