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Abschlussveranstaltung des 26. Bundeswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“

„Die Leistungen aller drei Dörfer haben eine Qualität erreicht, die äußerst beachtlich ist! Bemerkenswert war in allen Orten das hohe bürgerschaftliche Engagement. Durch Leitbilder und Leitmotive kann sich jedes Dorf unverwechselbar machen. In Punkten ausgedrückt liegen die drei Ortschaften dicht beieinander, was zeigt wie aktiv die Bürger ihre Zukunft gestalten“, lobte Landrat Bold das Engagement in den teilnehmenden Landkreisgemeinden.

Die teilnehmenden Gemeinden Rottershausen, Hassenbach und Ramstahl erhielten eine Urkunde. Für die Teilnehmer gab es zusätzlich ein Preisgeld, das für Maßnahmen im Sinne des Wettbewerbes verwendet werden soll.  
Musikalisch und tänzerisch begleitet wurde der Abend von den Jagdhornbläsern des Jägervereins Bad Kissingen, der Gruppe „Spirkendländer Blasmusik“, dem Kindergarten Rottershausen, der Volkstanzgruppe Oberthulba/ Frankenbrunn, Tatjana Simon sowie dem Duo „Viola’n Guitar“.   

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V.l.n.r.: Jürgen Kolb (2. Bgm. Markt Oberthulba), Mario Götz (3. Bgm. Markt Oberthulba und Ortssprecher von Hassenbach), Jutta Simon (1. Vorsitzende Obst- und Gartenbauverein Hassenbach), Dieter Werner (Ortssprecher Rottershausen), Gerhard Fischer (2. Bgm, Gemeinde Oerlenbach), Alfred Gündling (1. Bgm.r Gemeinde Ramsthal), Landrat Thomas Bold
 

HINTERGRUNDINFO:
Am 14. Juli 2016 bereiste eine Bewertungskommission die teilnehmenden Dörfer, die sich auf Kreisebene zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ angemeldet hatten.
Die Sieger des Kreisentscheids stehen seit Juli fest:

ORT

STADT/GEMEINDE/MARKT

Platz

Rottershausen

Gemeinde Oerlenbach

1

Ramsthal

 

2

Hassenbach

Markt Oberthulba

2

Aufgrund dieses Ergebnisses entsendet die Kreisbewertungskommission Rottershausen in den Bezirksentscheid 2017.

2. Platz, Hassenbach

Am Landkreisentscheid des Wettbewerbes hat Hassenbach zum dritten Mal teilgenommen.
Besonders gefallen hat der Kommission beim Rundgang durch den Ort die gelungene Sanierung des ehemaligen Pfarrhauses. Während einer mehrjährigen Baumaßnahme wurde ein Gemeindehaus für die Ortsbevölkerung geschaffen. Neben einem Raum im Erdgeschoss für gesellige Veranstaltungen wurde in den oberen Stockwerken ein Heimatmuseum eingerichtet. Die Jury erfuhr, dass bei einigen Maßnahmen der Sanierung die Ortsbürgerinnen und Ortsbürger viel Eigenleistung eingebracht haben. Auch das Umfeld des Hauses wurde mit Sandsteinmauerwerk, Betonsteinpflasterflächen, Rasen- und Pflanzflächen sowie die Pflanzung von zwei großkronigen Bäumen aufgewertet. Durch die mögliche vielschichtige Nutzung des Hauses und des Gartens wird künftig das Haus und das Umfeld wieder mit Leben erfüllt.    
Den Bewertern ist auch das im nahen Umfeld des Gemeindehauses stehende, rund 400 Jahre alte Bauernhaus aufgefallen, dass in den letzten Jahren von der Familie Hepp aufwändig saniert und so vor dem Verfall gerettet wurde. Die Sanierung wurde so erfolgreich fertig gestellt, dass der Bezirk Unterfranken die Familie 2015 mit dem Förderpreis zur Erhaltung historischer Bausubstanz auszeichnete. Der Jury gefiel auch der Bereich entlang der Thulba. Naturnahe Hausgärten, die ohne Einzäunungen auskommen und die nahtlos in die Flussaue der Thulba übergehen, runden das Gesamtbild ab. Der naturnah gestaltete Badeplatz unterhalb der Wochenendhaussiedlung lockt viele Kinder und Jugendliche zum Spielen in und am Wasser.

2. Platz, Ramsthal punktgleich mit Hassenbach

Am Landkreisentscheid des Wettbewerbes hat Ramsthal zum fünften Mal teilgenommen. Mit einer beachtlichen Gesamtleistung, an der viele Ortsbürger beteiligt waren, erreichte Ramsthal einen 2. Platz.
Die Bewertungsjury erfuhr, dass viele Ortsbürger aktiv an der Gestaltung ihres Ortes mitwirken. Dies wurde auch beim Rundgang durch die hohe Bürgerbeteiligung auch spürbar. Besonders gefallen hat der Kommission vor allem die Konzentration auf die Entwicklungsschwerpunkte Tourismus und Weinbau. Dies ist im Ort überall sichtbar.
Die Infrastruktur im Ort ist durch verschiedene Einkaufsmöglichkeiten, Selbstvermarkter sowie Gaststätten noch intakt. Ein Wohnmobilstellplatz lockt zusätzlich Touristen in den Ort.
Am Generationenpark, eine Idee, die aus dem Wettbewerb 2010 entstanden ist, wurde konsequent umgesetzt und bietet durch die Fitnessgeräte sowie die Bocciabahn für alle Generationen einen Ort der Begegnung. Auch die Umnutzung vorhandener Gebäude für dörfliche Kulturprojekte, wie z. B. die Kunstwoche, gefiel den Bewertern.
Im Ortszentrum ist der Leerstand noch sehr gering und es gibt einige positive Beispiele, wie attraktiver Wohnraum geschaffen werden kann, ohne die historischen Bausubstanzen zu zerstören.
Die aufwändige Sanierung des Friedhofs ist gelungen und Rosen und Begleitstauden sowie Gräser sorgen für eine standortgerechte abwechslungsreiche Eingrünung.
Die Bewerter für den Bereich „Dorf in der Landschaft“ lobten die reizvolle und attraktive Einbindung des Dorfes in die umgebende Landschaft und den hohen Erholungswert in der Umgebung und äußeren Flur.

Landkreissieger 1. Platz: Rottershausen

Am Landkreisentscheid des Wettbewerbes hat Rottershausen zum fünften Mal teilgenommen.
Die Bewertungsjury erfuhr, dass viele Ortsbürger aktiv an der Gestaltung ihres Ortes mitwirken. Auffällig ist, dass der Ort Mitglied der kommunalen Allianz „Oberes Werntal“ ist und sich intensiv mit der Innenentwicklung auseinandergesetzt hat. Der Ort hat sich homogen um den Ortsmittelpunkt ausgedehnt und das ehemalige Ortszentrum ist geblieben. Durch geringe Leerstände, deren weitere Reduzierung erklärtes Ziel ist, bleibt die Ortsmitte belebt. Die Dorferneuerung, die im Jahre 1997 begann und im Jahre 2011 abgeschlossen wurde, fördert die Standort- und Lebensqualität im Ort. Die Befürchtungen, der Bau der A 71 würde die Heimat stark verändern und die Landschaft zerstören, haben sich nicht bestätigt. Mittlerweile gehört die Autobahn dazu und die Veränderungen fallen kaum mehr auf. Die Bahn fährt nicht mehr am Ort vorbei, denn ein Haltepunkt am Ortsrand sorgt für eine Anbindung an das Schienennetz. Auch die Dorfmitte „Lina“ hat durch die Dorferneuerung stark profitiert. Natur- und Betonsteinbeläge, unterbrochen durch gut strukturierte und abwechslungsreiche Pflanzflächen mit Straßenbäumen, machen den Ort richtig einladend. Rottershausen ist durch die vielen Maßnahmen der letzten Jahre, die mit Einbindung der Bevölkerung geplant und umgesetzt wurden, attraktiver und lebenswerter geworden.
Öffentliche und private Grünflächen sind gut gepflegt und Ortsbild prägend bepflanzt.
Auffällig ist auch die Einbindung der Jugend in den Vereinen. Jugendliche sind voll integriert und leisten sehr viel für die Gestaltung der Zukunft. Genannt seien hier das Luzifestival und das Jugendzentrum. Seit der letzten Teilnahme am Wettbewerb vor der Dorferneuerung hat sich der Ort erheblich weiter entwickelt.


 

 

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